Putten verbessern: Technik und Übungen für weniger 3-Putts
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43 % aller Schläge einer durchschnittlichen Golfrunde sind Putts. Bei einem Handicap von 18–24 kommen pro Runde sechs bis acht 3-Putts zusammen — das sind sechs bis acht verschenkte Schläge. Die gute Nachricht: Putten ist der Bereich, der sich mit geringstem Aufwand am stärksten verbessern lässt. Du brauchst weder mehr Kraft noch mehr Beweglichkeit. Du brauchst Präzision, Routine und ein Verständnis für Distanzkontrolle.
Die drei Säulen guter Putts
Jeder Putt besteht aus drei Entscheidungen: Linie, Geschwindigkeit und Ausführung. Die meisten Amateure fokussieren sich auf die Linie — dabei verursacht falsche Geschwindigkeit 70 % aller 3-Putts. Ein Putt mit perfekter Linie, aber 2 Meter zu viel Tempo, ist ein sicherer 3-Putt. Ein Putt mit leicht falscher Linie, aber perfektem Tempo, bleibt im Tap-in-Bereich.
Technik-Grundlagen: Setup und Pendel
Dein Putting-Setup unterscheidet sich fundamental vom vollen Schwung. Die Augen stehen direkt über dem Ball oder maximal 2 cm innerhalb der Linie. Überprüfe das, indem du einen Ball von deiner Nasenwurzel fallen lässt — er sollte auf den Ball am Boden treffen.
Die Schultern kontrollieren die Bewegung, nicht die Hände. Stell dir ein Dreieck vor: Schultern, Arme und Hände bilden eine starre Einheit. Das Pendel kommt aus den Schultern. Die Handgelenke bleiben passiv — jedes Abknicken im Handgelenk verändert die Schlägerfläche und kostet Richtung.
Die Längskontrolle kommt aus der Amplitude, nicht aus der Beschleunigung. Ein 3-Meter-Putt hat eine kürzere Pendelbewegung als ein 10-Meter-Putt — aber beide haben das gleiche Tempo. Beschleunige nie abrupt im Treffmoment. Der Durchschwung ist genauso lang wie der Rückschwung.
| Putt-Distanz | Rückschwung-Länge | Zielbereich |
|---|---|---|
| 1–3 m | Putterkopf-Breite | Lochen (Trefferquote ~50 %) |
| 3–6 m | Halbe Fußlänge | 1-Meter-Kreis ums Loch |
| 6–12 m | Ganze Fußlänge | 2-Meter-Kreis ums Loch |
| 12+ m | Über Fußlänge hinaus | 3-Meter-Kreis ums Loch |
Drill 1: Die Leiter — Distanzkontrolle trainieren
Lege fünf Tees in einer Linie auf dem Übungsgrün aus: bei 3, 6, 9, 12 und 15 Metern. Putte jeweils drei Bälle zu jedem Tee. Ziel: Der Ball soll maximal 1 Meter hinter dem Tee liegen bleiben (nicht davor — immer ans Loch putten, nie kurz).
Dieser Drill kalibriert dein Gefühl für Distanzen. Nach 15 Minuten wirst du merken, dass dein Gehirn anfängt, die Pendel-Amplitude automatisch an die Entfernung anzupassen. Mach das vor jeder Runde als Warm-up — fünf Minuten reichen.
Drill 2: Das Gate — Richtungskontrolle schärfen
Platziere zwei Tees knapp breiter als dein Putterkopf auf einer geraden Linie, etwa 30 cm vor dem Ball. Putte durch das Gate. Berührt der Putter ein Tee, war dein Schwungpfad nicht gerade.
Starte mit geraden Putts aus 2 Metern. Wenn du 10 von 10 durchs Gate bringst, erhöhe auf 3 Meter. Dieser Drill ist brutal ehrlich — aber genau das brauchst du. Viele Spieler glauben, gerade zu putten, und schieben den Putter tatsächlich 2–3 Grad nach rechts.
Grün lesen: Der oft ignorierte Faktor
Linie und Break richtig einzuschätzen, trennt konstante Putter von Zufallstreffern. Drei Regeln helfen dir:
- Die Tiefpunkt-Regel: Finde den tiefsten Punkt der Grünfläche zwischen Ball und Loch. Der Ball wird immer dorthin rollen. Wenn der tiefste Punkt links ist, brich nach links.
- Die 3-Blickwinkel-Methode: Lies jeden Putt von drei Positionen — hinter dem Ball, hinter dem Loch und von der Seite (auf halber Strecke). Die Seitenansicht zeigt dir Steigung, die du von hinten nicht siehst.
- Die Füße lügen nicht: Stell dich neben die Putt-Linie. Spürst du, dass ein Fuß tiefer steht? Dann läuft der Ball in diese Richtung. Deine Füße registrieren Neigungen von 1 % — deine Augen täuschen sich oft bei gemähtem Grün.
Pre-Putt-Routine: Konsistenz schlägt Talent
Jeder Tour-Profi hat eine Routine, die er bei jedem Putt identisch ausführt. Eine gute Routine dauert 15–20 Sekunden und besteht aus vier Schritten:
- Grün lesen von hinten (5 Sek.)
- Neben dem Ball stehen, einen Probependel machen und Distanz fühlen (5 Sek.)
- Setup einnehmen, Blick zum Ziel und zurück (3 Sek.)
- Putten — ohne weiteres Nachdenken (2 Sek.)
Die Routine schaltet Nervosität aus. Wenn du unter Druck den gleichen Ablauf machst wie auf dem Übungsgrün, produziert dein Körper die gleiche Bewegung. Kein Extradenken, kein Verkrampfen.
Fazit: Putten ist der schnellste Weg zum besseren Score
Halbierst du deine 3-Putts von acht auf vier pro Runde, sparst du vier Schläge — ohne eine Schwungstunde zu nehmen. Investiere 15 Minuten vor jeder Runde in den Leiter-Drill und den Gate-Drill. Lies jedes Grün von drei Seiten. Halte deine Routine ein. Das kurze Spiel entscheidet Runden, und das Putten ist der wichtigste Teil davon. Im nächsten Artikel schauen wir uns an, wie du auch Chips und Pitches rund ums Grün meisterst.
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